Der Delphin
Delphinidae
"Vielleicht sind Delfine sogar klüger als Menschen. Sie sollen hoch entwickelte Gehirne haben. Möglicherweise könnten wir sogar von ihnen lernen. Im Meer gibt es keine Ideologien, kein Streben nach Reichtum oder Macht. Delfine führen keine Kriege. Streit und Missgunst liegen ihnen fern. Sie haben keine Wertgegenstände, die sie anhäufen oder die sie besitzen, keinen Glaubenseifer, für den sie meinen, ihr Blut vergießen zu müssen. Nahrung ist ausreichend vorhanden. Sie leben im Einklang mit sich selbst und der Schöpfung..."
Federica de Cesco, Das Lied der Delfine
Sie gelten als unheimlich intelligent und scheinen immer freundlich auszusehen - Delphine. Man kennt sie aus vielen Büchern, vor allem aber auch aus Serien oder Filmen wie "Flipper" oder "Free Willy", denn auch Orcas, Orcinus Orca, (auch Schwert- oder Killerwale genannt) gehören zur Familie der Delphine. Sie sind die größten Delphinidae und gehören somit ebenfalls zu den Zahnwalen und den Meeressäugetieren. Die kleinsten Mitglieder der Delphine heißen Hector-Delphine, Caphalorhynchus hectori. Während Orcas bis zu 9,8 m groß werden, schaffen es Hector-Delphine gerade mal auf bis zu 1,5 m. Dazwischen gibt es jedoch noch etliche andere Arten, wie zum Beispiel der bekannte Große Tümmler, Tursiops Truncatus, der Zügeldelphin, Stenella Frontalis, oder der Gemeine Delphin, Delphinus delphis.
Obwohl Delphine bei vielen Menschen weltweit für Begeisterung sorgen, sind sie dennoch stark gefährdet und das vor allem aufgrund des Menschen. Jährlich sterben unendlich viele Delphine, da sie sich in Fischernetzen verfangen, ihr Lebensraum verschmutzt oder gar zerstört wird. Es ist auch ein großes Problem, dass in manchen Ländern noch heute Walfang betrieben wird, als Beispiel ist hier wohl vor allem Japan zu nennen. Manche Delphine wurden auch durch Störung durch den Menschen zur Ausrottung getrieben, wie zum Beispiel der Baiji, Lipotes vexillifer, (auch Chinesischer Flussdelphin genannt), der seit 2007 offiziell als ausgestorben gilt.
Delphine und Wale werden unter dem wissenschaftlichen Begriff "Cetaceen" zusammen gefasst. Die Cetaceen stammen höchstwahrscheinlich von vierbeinigen landlebenden Säugetieren ab. Achaeocetes hieß das erste "richtige" walartige Tier, welches vor ca. 50 Millionen Jahren lebte. Dieses Tiere war den heutigen Cetaceen sehr ähnlich und man geht davon aus, dass sie sumpfige und seichte Küstengewässer bewohnten. Durch ihre schaufelförmigen Vorderextremitäten und ihr torpedoartige Körperform haben sich die Cetaceen gut an ihre Umwelt angepasst. Vor ca. 30 Millionen Jahren starben die Archaeoceten aus.
Obwohl Delphine und Wale im Wasser leben und auf den ersten Blick den Fischen sehr ähnlich sehen, insbesondere den Haien, sind sie Säugetiere und uns Menschen ähnlicher als den Fischen. Sie sind Warmblüter, atmen Luft und gebären lebende Junge. Dennoch wurden sie eine lange Zeit "spritzende Fische" genannt. Doch schaut man sich zum Beispiel die Schwanzflosse an, so erkennt man sofort einen entscheidenden Unterschied: während sich diese bei den Fischen senkrecht hin und her bewegt, steht sie bei de Cetaceen waagerecht und bewegt sich auf- und abwärts.
Es gibt kaum ein Tier, was mich so fasziniert und begeistert wie der Delphin. Vielleicht liegt es an den wundervollen Geschichten und Sagen, die von Zeit zu Zeit und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Diese Meeressäuger sind in der Lage, kranken Menschen zu helfen und haben von Natur aus etwas Atemberaubendes an sich. Plutarch schrieb: Die Natur hat nur Delphinen das verliehen, was jeder Philosoph erstrebt: Freundschaft ohne Eigennutz; obwohl er nicht auf uns angewiesen ist, bietet er jedem die Freundschaft an und hat vielen Menschen schon geholfen.